IAA 2026: Lkw aus aller Welt - Teil 1

Die Hersteller im Rückblick

Die IAA Transportation 2026 zeigte vor allem, wohin die Hersteller den schweren Straßengüterverkehr entwickeln wollen. Batterieelektrische Fernverkehrs-Lkw mit immer größeren Reichweiten, Wasserstoffkonzepte und neue Anbieter prägten das Messebild. Auf den Straßen dominieren dagegen weiterhin Diesel-Lkw. Teil 1 unserer Rückschau zeigt die wichtigsten schweren Nutzfahrzeuge und Konzepte außerhalb des großen chinesischen Messeblocks – von DAF und Ford Trucks bis Tesla, SuperPanther und Volvo Trucks. Die zahlreichen weiteren chinesischen Hersteller folgen in Teil 2 unseres Messe-Rückblicks.

Die IAA Transportation 2026 in Hannover vermittelte ein klares Bild davon, welche Technologien die Hersteller für die kommenden Jahre in den Markt bringen wollen. Dieses Bild darf jedoch nicht mit der heutigen Realität des Straßengüterverkehrs verwechselt werden. Weltweit wird der Transport auf der Straße weiterhin ganz überwiegend von Diesel-Lkw getragen; Fahrzeuge mit batterieelektrischem, wasserstoffbasiertem oder anderem alternativem Antrieb bilden bislang nur einen kleinen Teil des Bestands.

Gerade deshalb war interessant, wie weit die Hersteller ihre alternativen Antriebe inzwischen technisch entwickelt haben. Reichweiten steigen, elektrische Modellpaletten werden breiter, schwere Anwendungen kommen hinzu. Gleichzeitig investieren viele Hersteller weiter in effizientere Dieselantriebe und verfolgen unterschiedliche Wege beim Wasserstoff.

Neben den bekannten europäischen Marken treten neue Anbieter stärker in Erscheinung. Tesla konkretisiert den Europa-Start des Semi, SuperPanther lässt den eTopas 600 in Österreich montieren, und Spezialisten wie Volta Trucks und Terberg verfolgen sehr eigene Einsatzkonzepte.

In diesem ersten Teil konzentrieren wir uns auf schwere Lkw und Spezialfahrzeuge außerhalb des großen chinesischen Messeblocks. Die zahlreichen chinesischen Hersteller folgen separat in Teil 2; Transporter und leichte Nutzfahrzeuge behandeln wir anschließend in einem dritten Teil. In allen drei Teilen gehen wir alphabetisch vor.

BMC – Mit 560 PS nach Europa

Der türkische Hersteller BMC stellte auf der IAA Transportation 2026 erstmals den neuen PRO L 1856 vor. Die 4x2-Sattelzugmaschine ist das bislang stärkste Modell der PRO-L-Baureihe und wurde gezielt für den internationalen Fernverkehr entwickelt. Der 12,9-Liter-Cummins X 13 DT leistet 560 PS beziehungsweise 412 kW und liefert 2.500 Nm Drehmoment. Geschaltet wird über ein automatisiertes ZF-Getriebe mit zwölf Gängen und Intarder.

Auch beim Fahrerhaus zielt BMC stärker auf den europäischen Fernverkehr. Der PRO L 1856 besitzt ein Hochdachfahrerhaus mit zwei Liegen, einen 10,4-Zoll-Touchscreen sowie ein in Höhe und Reichweite verstellbares elektrohydraulisches Lenksystem. Zwei Aluminiumtanks fassen zusammen 1.200 Liter Diesel. Assistenzsysteme wie BSIS und MOIS sollen die Sicherheit im direkten Fahrzeugumfeld verbessern. Parallel baut BMC sein Händler- und Servicenetz in Europa weiter aus – unter anderem in Deutschland, Spanien, Portugal, Polen, Kroatien und Dänemark.

Weitere Informationen findest du auf der Website von BMC.

BMC PRO L 1856 auf der IAA Transportation 2026. Die neue 4x2-Sattelzugmaschine ist mit 560 PS das bislang stärkste Modell der PRO-L-Baureihe und wurde für den europäischen Fernverkehr entwickelt. Die Baureihe kam 2025 auf den Markt, parallel dazu wird auch die Baureihe Tuğra von 2018 weitergebaut.

DAF – Mehr Auswahl für Diesel und Elektro

DAF stellte weniger ein einzelnes spektakuläres Fahrzeug als eine deutlich breiter gewordene Modellpalette in den Mittelpunkt. Neu sind zahlreiche Achskonfigurationen für XD, XF, XG und XG+, sowohl mit Diesel- als auch mit Elektroantrieb. Dazu gehören unter anderem besonders niedrige Chassis für Autotransporter sowie neue elektrische 6x2-, 6x4- und 8x4-Versionen.

Besonders interessant sind die neuen XG Electric und XG+ Electric. Sie übertragen den Elektroantrieb von XD und XF auf die größten DAF-Fahrerhäuser und ermöglichen Reichweiten von mehr als 550 Kilometern. Mit einer geänderten Anordnung der Batteriepacks kann DAF außerdem die Vorderachse entlasten und je nach Konfiguration deutlich mehr Nutzlast ermöglichen. Der Messeauftritt zeigte damit vor allem, wie stark DAF das Elektroprogramm inzwischen für spezielle Transportaufgaben erweitert hat.

Weitere Informationen findest du auf der Website von DAF Trucks.

DAF XD Electric als dreiachsiges Fahrgestell mit Abrollmulde. DAF erweitert sein Elektroprogramm 2026 gezielt um neue 6x2-, 6x4- und 8x4-Konfigurationen für Verteilerverkehr, Bau und Spezialaufgaben. Das Foto entstand auf dem Testgelände der IAA.
DAF XDC Electric als 6x4-Baufahrzeug mit Meiller-Kippaufbau. Die Construction-Ausführung ist für schwere Baustelleneinsätze ausgelegt und kombiniert den vollelektrischen Antrieb mit hoher Bodenfreiheit und angetriebener Tandemachse.
DAF XG Electric mit Curtainsider-Auflieger. Mit XG und XG+ Electric überträgt DAF seinen batterieelektrischen Antrieb erstmals auf die größten Fahrerhäuser der Marke; je nach Konfiguration sind Reichweiten von mehr als 550 Kilometern möglich. Das Foto entstand im Testbereich des IAA-Geländes.
DAF XG Electric als dreiachsiges Fahrgestell. Die neuen elektrischen 6x2-Versionen erweitern das Einsatzspektrum der schweren DAF-Elektrobaureihe und verbinden die große XG-Kabine mit batterieelektrischem Antrieb für den Fernverkehr.
DAF XG+ mit Dieselmotor auf dem Messestand in Hannover. Neben den neuen Elektrovarianten zeigte DAF weiterhin seine konventionellen Fernverkehrsmodelle und unterstrich damit, dass Diesel und Elektro parallel weiterentwickelt werden.
DAF XB 290 mit Kippaufbau auf dem Messestand. Der kompakte Zweiachser gehört zur leichten DAF-Baureihe für Verteiler- und Kommunalanwendungen sowie für die Baustelle.
DAF XG 530 mit Curtainsider-Auflieger während einer Testfahrt auf der IAA Transportation 2026. Auch dieser konventionell angetriebene Fernverkehrs-Lkw zeigt, dass DAF neben den neuen Elektrovarianten auch die Dieselbaureihen weiter im Programm führt.

Ford Trucks – Auf dem Weg nach oben

Ford Trucks, die Nutzfahrzeugmarke des türkischen Herstellers Ford Otosan, hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt auf dem europäischen Markt etabliert und entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil der großen Lkw-Anbieter. Auf der IAA Transportation 2026 stand vor allem der neue F-MAX GEN 2.0 im Mittelpunkt. Er punktet mit einem neuen Erscheinungsbild. Der weiterentwickelte Ecotorq-Motor der zweiten Generation, aerodynamische Verbesserungen und neue Assistenzsysteme zielen auf mehr Effizienz und niedrigere Betriebskosten. Die zweite Generation des F-MAX haben wir bereits ausführlich auf truckinfocus.com vorgestellt.

Daneben zeigte Ford Trucks die F-LINE Construction sowie mit dem F-LINE E den Einstieg in die batterieelektrische schwere Nutzfahrzeugklasse. Ergänzt wird das Angebot durch ConnecTruck, das Fahrzeug- und Flottendaten digital vernetzt. Der Messeauftritt machte deutlich, mit welchem Engagement Ford Trucks seine Präsenz in Europa weiter ausbaut.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Ford Trucks.

Ford F-MAX GEN 2.0 mit Containerauflieger während einer Testfahrt auf der IAA Transportation 2026. Die zweite Generation des F-MAX verbindet den weiterentwickelten Ecotorq-Motor der zweiten Generation mit aerodynamischen Verbesserungen und neuen Assistenzsystemen.
Ford F-MAX GEN2.0 in Motorsport-Lackierung auf dem IAA-Stand. Ford Trucks stellte die zweite Generation des F-MAX mit überarbeitetem Design, Ecotorq-Gen2-Motor und neuen Assistenzsystemen ins Zentrum seines Messeauftritts. Das Rallyefahrzeug stellte zusätzlich den Bezug der Marke zum Motorsport her.
Ford F-MAX GEN 2.0 mit Tankauflieger im Außenbereich der IAA. Die zweite Generation des Fernverkehrsmodells soll mit dem neuen Kühlergrill, optimierter Aerodynamik und dem weiterentwickelten Ecotorq-Motor vor allem Kraftstoffverbrauch und Betriebskosten senken.
Ford F-LINE Construction als schweres Baufahrzeug mit Kippaufbau. Die F-LINE-Baureihe deckt bei Ford Trucks neben Straßen- und Verteilerverkehr auch robuste Anwendungen im Baustelleneinsatz ab.
Ford F-LINE E als vollelektrisches Fahrgestell mit Kofferaufbau. Das Fahrzeug markiert den Einstieg von Ford Trucks in die batterieelektrische schwere Nutzfahrzeugklasse; auf dem Messestand wurde es demonstrativ an einer 400-kW-Ladesäule gezeigt.

HBS – Türkische Eigenentwicklung für Europa

HABAŞ war 2026 zum zweiten Mal auf der IAA Transportation vertreten und zeigte dort unter der Marke HBS sowohl eine Diesel- als auch eine vollelektrische 4x2-Sattelzugmaschine. Die Nutzfahrzeugsparte ist noch jung: HABAŞ stieg 2021 in die Fahrzeugentwicklung ein und nahm 2025 im neuen Werk in Manisa die Serienproduktion auf. Die Anlage ist nach Unternehmensangaben für bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt.

Der HBS SteelPower wird mit einem Euro-6e-Dieselmotor mit 450 bis 530 PS angeboten; beim auf der IAA gezeigten Fahrzeug wird ein Mercedes-Benz OM 471 mit bis zu 2.600 Nm genannt. Für Chassis und hoch belastete Bauteile verwendet HABAŞ eigenen hochfesten Stahl. Daneben stand der elektrische SteelPower-e: Seine 4x2-Ausführung leistet 410 kW, entsprechend rund 557 PS, und 3.100 Nm. HABAŞ nennt einen elektrischen Antrieb von Voith sowie im eigenen Entwicklungszentrum angepasste Batteriepakete.

Neben den Lkw zeigte HBS in Hannover auch den wasserstoffbetriebenen Stadtbus ComfortCity-H2.

Weitere Informationen findest du auf der Website von HABAŞ.

HBS SteelPower-e, die vollelektrische 4x2-Sattelzugmaschine von HABAŞ. Der Elektroantrieb leistet 410 kW und stellt 3.100 Nm Drehmoment bereit; die Batteriepakete wurden nach Angaben des Herstellers im eigenen Entwicklungszentrum angepasst.
HBS SteelPower als dieselbetriebene 4x2-Sattelzugmaschine auf der IAA Transportation 2026. Für die Baureihe nennt HABAŞ Euro-6e-Motorisierungen von 450 bis 530 PS; beim ausgestellten Fahrzeug kommt ein Mercedes-Benz OM 471 zum Einsatz. Charakteristisch für HABAŞ ist außerdem der Einsatz von hochfestem Stahl aus eigener Produktion für Chassis und stark belastete Strukturteile.

MAN – Die ganze Palette elektrisch

MAN nutzte die IAA Transportation 2026, um erstmals seine komplette elektrische Lkw-Familie gemeinsam zu zeigen. Mit eTGL, eTGM, eTGS und eTGX reicht das batterieelektrische Programm inzwischen von 12 bis 50 Tonnen und deckt damit nahezu das gesamte Einsatzspektrum vom Verteiler- und Kommunalverkehr über Baustelleneinsätze bis zum schweren Fernverkehr ab.

Im Mittelpunkt stand der weiterentwickelte eTGX. Als 4x2-Sattelzugmaschine erreicht er mit neuer Batteriegeneration, verbesserter Aerodynamik und höherer Rekuperationsleistung bis zu 660 Kilometer Reichweite. Die neue 6x2-Version kann mit einer siebten Batterie ausgerüstet werden und kommt bei 644 kWh Gesamtkapazität auf bis zu 720 Kilometer. MAN nennt außerdem bis zu 25 Tonnen Nutzlast und MCS-Laden mit bis zu 750 kW.

Damit zeigte MAN in Hannover besonders deutlich, wie weit sich das elektrische Angebot inzwischen vom einzelnen Spezialfahrzeug zu einer nahezu vollständigen Modellpalette entwickelt hat. Gleichzeitig bleibt der konventionelle Antrieb Teil des Programms: Auch effiziente Diesel-Lkw, darunter Modelle mit dem D 30 PowerLion, gehörten zum Messeauftritt.

Weitere Informationen findest du auf der Website von MAN.

MAN eTGL 18.290 während einer Testfahrt auf der IAA Transportation 2026. Der elektrische 12-Tonner ist für den leichten Verteilerverkehr gedacht und bildet den Einstieg in die inzwischen vollständige MAN-eTruck-Palette von 12 bis 50 Tonnen.
MAN eTGM 16.290 mit Kofferaufbau. Der elektrische 16,5-Tonner ist für den urbanen und regionalen Verteilerverkehr ausgelegt und erreicht je nach Batteriekonfiguration bis zu 480 Kilometer Reichweite.
MAN eTGX 28.540 mit Schwarzmüller-Auflieger während einer Testfahrt. Die neue dreiachsige Sattelzugmaschine kann mit bis zu sieben Batterien ausgerüstet werden und erreicht damit laut MAN bis zu 720 Kilometer Reichweite.
Der neue MAN eTGX 20.600 mit MAN Individual Lion S Paket auf dem Messestand. Die besonders niedrige Sattelzugmaschine ist auf den Volumentransport ausgelegt; eine neue Front und aerodynamische Optimierungen sollen den Energieverbrauch weiter senken.
MAN eTGX 28.540 mit Meiller-Kippaufbau während einer Testfahrt. Fünf Hochvoltbatterien mit 445 kWh installierter Energie ermöglichen laut MAN Reichweiten von bis zu 570 Kilometern.
MAN TGS 60.540 8x4 BB mit Meiller-Kippaufbau. Der vierachsige Diesel-Lkw ist für besonders schwere Einsätze ausgelegt; MAN präsentierte diese Ausführung auf der IAA als robuste Lösung unter anderem für Mining-Anwendungen.
MAN TGX Trucker’s Edition mit Kögel-Auflieger im Außengelände der IAA Transportation 2026. Das limitierte Sondermodell basiert auf dem TGX mit 560 PS starkem D 30 PowerLion-Antrieb und kombiniert den effizienten Dieselantrieb mit umfangreicher MAN-Individual-Ausstattung im GX-Fahrerhaus.
MAN TGX 18.560 Trucker’s Edition mit D 30 PowerLion-Antriebsstrang. Der neue D 3066-Motor arbeitet mit dem automatisierten 14-Gang-Getriebe TipMatic 14 zusammen und steht bei MAN für die Weiterentwicklung des konventionellen Dieselantriebs parallel zur Elektromobilität.

Mercedes-Benz – Strom, Wasserstoff und Diesel

Mercedes-Benz Trucks zeigte auf der IAA Transportation 2026 bewusst mehrere Wege für den künftigen Straßengüterverkehr. Eine Publikumspremiere feierte der neue eActros Lowliner, der die Technik des eActros 600 für den Volumentransport nutzt. Die Variante mit drei Batteriepaketen kommt voll beladen auf rund 500 Kilometer Reichweite und soll ab dem zweiten Quartal 2027 in Wörth in Serie gebaut werden.

Daneben rückte Mercedes-Benz den NextGenH2 Truck in den Mittelpunkt. Der Brennstoffzellen-Lkw arbeitet weiterhin mit Flüssigwasserstoff; noch Ende 2026 sollen die ersten Fahrzeuge einer Kleinserie von 100 Exemplaren in den Kundeneinsatz gehen.

Mit dem Powerliner präsentierte Mercedes-Benz Trucks außerdem eine neue Generation des Dieselantriebs. Weiterentwickelte Motoren der Baureihen OM 470 und OM 471, neue Getriebe und darauf abgestimmte Achsen bilden ein gemeinsames Antriebssystem. Gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Vorgänger soll der Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent sinken. Ab April 2027 wird der Powerliner für Actros und Arocs angeboten.

An 130 Jahre Lkw-Geschichte erinnert die auf weltweit 400 Fahrzeuge begrenzte „130 Years Trucks Edition“. Erstmals bietet Mercedes-Benz Trucks eine solche Jubiläumsedition sowohl mit Diesel- als auch mit batterieelektrischem Antrieb an. Sie basiert auf Actros L und eActros 600 und unterscheidet sich durch rund 30 besondere Ausstattungs- und Gestaltungsdetails von den Serienmodellen.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der eActros 600 von Tobias Wagner. Unter dem Motto „In 80 Charging Stops Around the World“ startete der als „Elektrotrucker“ bekannte Berufskraftfahrer direkt von der IAA zu einer rund 45.000 Kilometer langen Weltumrundung durch etwa 30 Länder – eine Anspielung auf Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Mercedes-Benz Trucks.

Mercedes-Benz eArocs 400 als vierachsiger Betonmischer. Der batterieelektrische Bau-Lkw arbeitet mit zwei LFP-Batteriepaketen und 414 kWh installierter Kapazität; als Betonmischer nennt Mercedes-Benz Trucks eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.
Mercedes-Benz eActros 600 als Sattelzugmaschine. Das elektrische Fernverkehrs-Flaggschiff bildet weiterhin die technische Basis für mehrere neue Varianten und hat sich seit seinem Marktstart Ende 2024 bereits im Kundeneinsatz etabliert.
Mercedes-Benz Actros L in der „130 Years Trucks Edition“. Das auf weltweit 400 Fahrzeuge begrenzte Sondermodell verbindet das aktuelle ProCabin-Fahrerhaus mit Gestaltungselementen aus 130 Jahren Lkw-Geschichte und ist sowohl mit Diesel- als auch mit batterieelektrischem Antrieb erhältlich.
Der speziell umgebaute Mercedes-Benz eActros 600 von Tobias Wagner für die Weltumrundung „Around the World in 80 Charges“. Direkt von der IAA aus startete der „Elektrotrucker“ zu einer rund 45.000 Kilometer langen Tour durch etwa 30 Länder auf fünf Kontinenten.
Mercedes-Benz eActros 600 im CharterWay-Design auf dem Messegelände. CharterWay hat den eActros 600 seit 2025 in seiner Mietflotte und bietet Unternehmen damit einen vergleichsweise niedrigschwelligen Einstieg in den batterieelektrischen Fernverkehr.
Mercedes-Benz Actros L Powerliner auf der IAA Transportation 2026. Die neue Diesel-Antriebsgeneration kombiniert weiterentwickelte Motoren der Baureihen OM 470 und OM 471 mit neuen Getrieben und abgestimmten Achsen; gegenüber vergleichbaren Vorgängern nennt Mercedes-Benz Trucks einen Verbrauchsvorteil von bis zu vier Prozent.
Auf dem prominent am Eingang Nord gelegenen Mercedes-Messestand waren Fahrzeuge mit der ProCabin in ganz unterschiedlichen Lackierungen ausgestellt. So wurden die vielen Möglichkeiten gezeigt, das aerodynamisch glatte Karosseriedesign attraktiv zu gestalten. Das Foto zeigt die Style Edition Retro Legend, in Chemnitz entworfen vom Customizer ULS WERK.
Mercedes-Benz Actros L ProCabin als Art Edition des Künstlers Sven Liesy aus Langenhagen. Das Fahrzeug wurde 2026 im Rahmen einer Roadshow als „rollende Leinwand“ gestaltet und verbindet die moderne ProCabin mit einem auffälligen neoexpressionistischen Farbkonzept.
Mercedes-Benz eActros 600 Safety Truck im Umfeld der IAA Transportation 2026 in Hannover. Das Demonstrationsfahrzeug bündelt aktuelle Sicherheits- und Assistenzsysteme und macht sichtbar, welchen Stellenwert Mercedes-Benz Trucks dem Thema aktive Sicherheit auf der Messe einräumte.

Renault Trucks – Elektro bis 660 Kilometer

Renault Trucks zeigte in Hannover eine ungewöhnlich breite Mischung aus neuen Elektrofahrzeugen und weiterentwickeltem Dieselantrieb. An der Spitze des elektrischen Programms steht der neue E-Tech T 780 für den Fernverkehr. Mit neuer E-Achse und zusätzlichen Batterien erreicht er bis zu 660 Kilometer Reichweite bei gleichzeitig hoher Nutzlast. Ergänzt wird er durch den E-Tech T 585 und den T 540 sowie neue elektrische Verteilerfahrzeuge mit 12 und 14 Tonnen Gesamtgewicht. Damit reicht das elektrische Angebot des Herstellers inzwischen von 2,8 bis 50 Tonnen.

Gleichzeitig präsentierte Renault Trucks den neuen DE 13 R-Dieselmotor für T, T High, C und K. Er soll gegenüber der bisherigen Generation bis zu vier Prozent Kraftstoff einsparen und leistet bis zu 540 PS.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Renault Trucks.

Renault Trucks T High Modelljahr 2027 in der Ultimate Edition 540. Das Sondermodell war eine der Weltpremieren auf der IAA. Es verfügt über die neue DE 13 R-Motorisierung mit bis zu 540 PS und 2.800 Nm sowie eine auf 30 Fahrzeuge limitierte Sonderausstattung.
Renault Trucks E-Tech D 14T während einer Testfahrt auf der IAA Transportation. Der kompakte elektrische 14-Tonner ist speziell für den innerstädtischen Verteilerverkehr gedacht und kombiniert eine LFP-Batterie mit bis zu rund 220 Kilometern Reichweite.
Renault Trucks E-Tech T 540 auf dem Messestand. Die vollelektrische Sattelzugmaschine ist für den regionalen Fernverkehr ausgelegt und ergänzt das schwere Elektroprogramm unterhalb des neuen E-Tech T 780. Renault Trucks nennt für den T 540 inzwischen bis zu 450 Kilometer Reichweite.
Renault Trucks E-Tech T 780 mit Krone-Auflieger während einer Testfahrt. Das neue Fernverkehrsmodell erreicht laut Hersteller bis zu 660 Kilometer Reichweite und nutzt eine neu entwickelte E-Achse, die zusätzlichen Bauraum für Batterien schafft.
Renault Trucks E-Tech T 780 auf dem Messestand. Die dreiachsige elektrische Sattelzugmaschine bildet 2026 die Spitze des Renault-Elektroprogramms und soll einen kompletten gesetzlichen Fahrtag ohne Zwischenladen ermöglichen.
Renault Trucks T Smart Racer während einer Testfahrt. Das auf Effizienz optimierte Fernverkehrsfahrzeug kombiniert aerodynamische Maßnahmen, die kraftstoffsparende Antriebsabstimmung und das Optivision-System; die auffällige Lackierung macht das Konzept schon äußerlich kenntlich.

Scania – 720 Kilometer und ein neues Gesicht

Scania verband auf der IAA größere elektrische Reichweiten mit einer umfassenden Überarbeitung der R- und S-Baureihen. Für den elektrischen Fernverkehr nennt der Hersteller inzwischen bis zu 720 Kilometer Reichweite und liegt damit auf demselben Niveau wie MAN mit dem eTGX 6x2. Möglich wird dies durch zusätzliche Batteriekapazität hinter dem Fahrerhaus. In einer typischen Konfiguration ergänzen zwei Batteriepakete mit zusammen rund 356 kWh die bereits am Fahrgestell montierten Akkus.

Mindestens ebenso sichtbar war der neue Scania Dynamic. Überarbeitete Aerodynamik, digitale Spiegel, neu gestaltete A-Säulen und Türgriffe sowie verlängerte Seitenschürzen sollen den Energieverbrauch um rund zwei Prozent senken. Gleichzeitig wurden Fahrerhaus, Sitze, Beleuchtung und Liege weiterentwickelt. Bemerkenswert ist, dass Scania diese Änderungen nicht auf eine Antriebsart beschränkt: Dynamic betrifft sowohl batterieelektrische Fahrzeuge als auch Lkw mit Verbrennungsmotor.

Mit dem S 770 Longline zeigte Scania in Hannover außerdem die Rückkehr eines besonders eindrucksvollen Fahrerhauskonzepts. Die werkszertifizierte Langkabine geht nicht als Studie, sondern als Kleinserienmodell in Produktion. Das auf der IAA ausgestellte Fahrzeug besaß die CS 28-Kabine, die gegenüber dem regulären CS 20-Fahrerhaus um rund 80 Zentimeter verlängert ist. Daneben kündigt Scania eine noch längere CS 31-Ausführung an. Gefertigt werden die Longline-Fahrerhäuser bei Scania in Laxå; ihre zunächst bewusst reduzierte Innenausstattung lässt Raum für individuelle Wohn- und Arbeitsbereiche.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Scania.

Der batterieelektrische BEV 30 L gehört zur neuen Generation schwerer Elektro-Lkw von Scania. Er ist für regionale Verteileraufgaben mit hohen Anforderungen ausgelegt. Dank des Low-Entry-Fahrerhauses ist der 30 L insbesondere für kommunale Anwendungen geeignet.
Scania 770 S als vierachsige Schwerlastzugmaschine der Kübler Spedition. Der 770 PS starke V8 stellt 3.700 Nm Drehmoment bereit; die Aufschrift „1,000 tonnes approved“ an der Front verweist auf die extreme Auslegung für Schwertransporte.
Scania S 770 Longline mit CS 28-Fahrerhaus auf dem Außengelände der IAA. Scania bringt die werkszertifizierte Langkabine in Serie: Der Longline kombiniert CrewCab und das Hochdach der S-Serie, wird im Scania-Werk Laxå in kleiner Stückzahl gebaut und mit Fahrgestell aus Södertälje ausgeliefert. Erhältlich ist das Fahrerhaus in Längen von 280 und 310 Zentimetern. Der Innenraum bleibt hinter den Sitzen weitgehend frei für individuellen Ausbau. Die ersten Auslieferungen sind für den Herbst 2026 geplant (Foto: Richard Stanier).
Scania R 430 Dynamic auf dem Messestand. Scania hat die R- und S-Baureihen für das Modellprogramm Dynamic umfassend aerodynamisch und im Fahrerhaus überarbeitet. Die Maßnahmen sollen den Gesamtenergieverbrauch um rund zwei Prozent senken und gelten sowohl für Verbrenner als auch für batterieelektrische Fahrzeuge (siehe auch das Titelbild für diesen Messe-Rückblick).

SuperPanther – Chinesische Technik aus Österreich

Das 2022 gegründete Unternehmen SuperPanther ist ein chinesischer Hersteller, geht für Europa aber einen besonderen Weg. Der eTopas 600 wurde gezielt für den europäischen Markt entwickelt und wird bei Steyr Automotive in Österreich im SKD-Verfahren endmontiert. Vormontierte Module kommen aus China, während weitere Komponenten von europäischen Zulieferern stammen. Steyr Automotive übernimmt Endmontage, Inbetriebnahme und Qualitätsabnahme. Den eTopas 600 und den Produktionsstart in Steyr haben wir bereits ausführlich auf truckinfocus.com vorgestellt.

Die 4x2-Sattelzugmaschine nutzt eine 876-Volt-Architektur. Die Dual-Motor-E-Achse, Hochvolt-Leistungselektronik und das Thermomanagement stammen von SuperPanther; die 621-kWh-LFP-Batterie kommt von CATL. Zwei Elektromotoren leisten zusammen dauerhaft 394 kW und in der Spitze 692 kW. Als Reichweite werden bis zu 560 Kilometer angegeben. Über zwei parallel verwendete CCS2-Anschlüsse kann der eTopas 600 mit bis zu 660 kW laden; unter günstigen Bedingungen soll die Batterie in höchstens 38 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden können.

Ende Juli 2026 lief in Steyr das erste Serienfahrzeug vom Band. Erste eTopas 600 gingen bereits an Kunden wie DHL, Gress, Temmel und Lontex. Damit verbindet SuperPanther eigene chinesische Antriebstechnik mit europäischer Montage, Zulieferteilen und Qualitätskontrolle.

Weitere Informationen findest du auf der Website von SuperPanther.

SuperPanther eTopas 600 auf dem Messestand in Hannover. Die für Europa entwickelte elektrische 4x2-Sattelzugmaschine wird bei Steyr Automotive in Österreich endmontiert und verfügt über eine 621-kWh-LFP-Batterie von CATL.
SuperPanther eTopas 600 während einer Testfahrt mit Sattelauflieger. Der Elektro-Lkw erreicht laut Hersteller bis zu 560 Kilometer Reichweite und kann über zwei gleichzeitig genutzte CCS2-Anschlüsse mit bis zu 660 kW geladen werden.
SuperPanther eTopas 600 in auffälliger Messeausführung. Zwei Elektromotoren in der E-Achse leisten zusammen 394 kW dauerhaft und bis zu 692 kW in der Spitze; produziert wird das Fahrzeug für Europa in Zusammenarbeit mit Steyr Automotive.

Terberg – Rangieren unter Strom

Terberg zeigte auf der IAA Transportation einen vollelektrischen Terminal Tractor für den Einsatz auf Werksgeländen, in Logistikzentren und Häfen. Der niederländische Spezialfahrzeughersteller elektrifiziert dieses Segment schon seit einigen Jahren, hat sein Programm 2026 aber deutlich weiterentwickelt. Der YT 203 EV ist nun mit LFP-Batterien von 155 oder 310 kWh erhältlich und für Gesamtzuggewichte von 50 bis 90 Tonnen ausgelegt.

Die Einsatzidee ist klar: Auf kurzen, regelmäßig wiederkehrenden Strecken mit vielen Rangierbewegungen spielen Elektroantrieb und Rekuperation ihre Vorteile besonders gut aus. Terberg bietet inzwischen nicht nur den YT 203 EV als 4x2-Terminalzugmaschine an, sondern auch weitere elektrische Spezialfahrzeuge für den Terminal- und RoRo-Einsatz. Geladen wird über CCS2.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Terberg Special Vehicles.

Terberg YT 203 EV, eine vollelektrische Terminalzugmaschine für Rangieraufgaben auf Werksgeländen, in Logistikzentren und Häfen. Der YT 203 EV wird mit LFP-Batterien von 155 oder 310 kWh angeboten und ist für Gesamtzuggewichte von 50 bis 90 Tonnen ausgelegt.

Tesla – Der Semi kommt nach Europa

Tesla war mit dem Semi bereits 2024 auf der IAA Transportation vertreten. Zwei Jahre später zeigte der Hersteller in Hannover erstmals die für Europa vorgesehene Ausführung. Technisch basiert sie weitgehend auf der amerikanischen Standard-Range-Version. Antrieb, Batterie, Achsanordnung und Plattform bleiben im Wesentlichen unverändert. Sichtbar angepasst wurde das Fahrzeug dagegen an europäische Vorschriften: Die großen konventionellen Außenspiegel der US-Version entfallen zugunsten eines Kamera-Monitor-Systems, außerdem wurden unter anderem Beleuchtung, Dachbereich und hintere Schmutzfänger geändert.

Für Europa nennt Tesla eine Reichweite von rund 550 Kilometern bei einem Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen und einen Energieverbrauch von etwa 1,0 kWh pro Kilometer. Drei Elektromotoren an den beiden Hinterachsen liefern zusammen bis zu 800 kW Antriebsleistung. Das Leergewicht der Sattelzugmaschine liegt laut Tesla unter 9,1 Tonnen.

Geladen wird über das Megawatt Charging System. Tesla gibt für die europäische Version eine Ladeleistung von bis zu 800 kW an; innerhalb von 30 Minuten sollen sich bis zu 60 Prozent der Reichweite nachladen lassen. Die ersten Auslieferungen an europäische Kunden sind für 2027 vorgesehen. In Hannover war der Semi nicht nur auf dem Stand zu sehen, sondern nahm auch an den IAA Test Drives teil.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Tesla.

Tesla Semi in der für Europa vorgesehenen Ausführung auf der IAA Transportation 2026. Auffälligster äußerer Unterschied zur US-Version ist das Kamera-Monitor-System anstelle der großen konventionellen Außenspiegel. Für Europa nennt Tesla rund 550 Kilometer Reichweite bei 40 Tonnen Gesamtzuggewicht.
Tesla Semi mit Kühlauflieger während einer Testfahrt auf der IAA Transportation. Der europäische Semi soll ab 2027 ausgeliefert werden; Tesla nennt bis zu 800 kW Antriebsleistung und ebenfalls bis zu 800 kW Ladeleistung.

Volta Trucks – Für die Stadt gebaut

Volta Trucks zeigte den vollelektrischen Volta Zero erneut auf der IAA Transportation und stellte ihn auch für Testfahrten zur Verfügung. Der 16-Tonner wurde von Anfang an für den innerstädtischen Verteilerverkehr entwickelt. Charakteristisch sind die ungewöhnlich niedrige und zentrale Sitzposition sowie das großflächig verglaste Fahrerhaus. Dadurch entsteht ein weites direktes Sichtfeld, das tote Winkel reduzieren und vor allem den Kontakt zu Fußgängern und Radfahrenden verbessern soll.

Gerade beim häufigen Ein- und Aussteigen im urbanen Lieferverkehr spielt das Konzept seine Stärken aus. Der Fahrer sitzt deutlich tiefer als in einem konventionellen Lkw, der Zugang zum Fahrerhaus ist entsprechend niedrig. Volta verfolgt damit weiterhin einen anderen Ansatz als die großen Hersteller von Fernverkehrsfahrzeugen: Der Zero soll nicht möglichst weit fahren, sondern speziell dort funktionieren, wo schwere Fahrzeuge mitten im Stadtverkehr unterwegs sind.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Volta Commercial Vehicles.

Volta Zero während einer Testfahrt auf der IAA Transportation 2026. Der elektrische 16-Tonner wurde speziell für den Stadtverkehr entwickelt: Die ungewöhnlich niedrige und zentrale Sitzposition sowie die großflächige Verglasung sollen ein besonders gutes direktes Sichtfeld ermöglichen.

Volvo Trucks – 700 Kilometer gehen in Serie

Volvo brachte zur IAA einen Punkt mit, der über eine bloße Ankündigung hinausgeht: Die Serienproduktion der neuen schweren Elektro-Lkw mit bis zu 700 Kilometern Reichweite hat bereits begonnen. Der FH Aero Electric mit Extended Range nutzt eine neue E-Achse, die zusätzlichen Platz für Batterien schafft. Auch FH, FM und FMX Electric wurden umfassend weiterentwickelt.

Zusätzlich zeigte Volvo eine elektrische FH-Variante für besonders schwere Kombinationen bis 80 Tonnen Gesamtzuggewicht. Bei 76 Tonnen sollen bis zu 420 Kilometer möglich sein. Geladen werden kann per MCS mit bis zu 680 kW; die nutzbare Batteriekapazität beträgt 640 kWh.

Zwischen all den Elektro-Neuheiten erinnerte ein klassischer Diesel daran, dass Volvo auch am anderen Ende der Leistungsskala weiterhin präsent ist: der FH 16 780. Sein 17,3-Liter-Sechszylinder D 17 leistet 780 PS und stellt 3.800 Nm Drehmoment bereit. Damit ist er der stärkste Motor, den Volvo Trucks bislang in einem Serien-Lkw angeboten hat. Das Fahrzeug war keine IAA-Neuheit – der D 17 wurde bereits 2024 eingeführt –, passte aber als Spitzenmodell der konventionellen Volvo-Palette gut in den umfassenden Messeauftritt.

Parallel präsentierte Volvo weiterhin Diesel-, Gas- und künftige Wasserstofflösungen. Die neue elektrische Baureihe mit FH, FM, FMX und FH Aero Electric erhielt während der Messe außerdem die Auszeichnung „International Truck of the Year 2027“.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Volvo Trucks.

Volvo FH Aero Electric mit Extended Range auf dem Messestand. Die neue E-Achse schafft zusätzlichen Bauraum für Batterien und ermöglicht laut Volvo eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern; die Serienproduktion der neuen Generation hat inzwischen begonnen.
Volvo FH Aero als Testfahrzeug mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Anders als bei einem Brennstoffzellen-Lkw wird der Wasserstoff hier direkt in einem Verbrennungsmotor genutzt. Volvo führte dieses noch vor der Serienreife stehende Konzept auf der IAA auch für Testfahrten vor.
Volvo FH 16 780 auf der IAA Transportation 2026. Der 17,3-Liter-Sechszylinder D 17 leistet 780 PS und stellt 3.800 Nm Drehmoment bereit. Damit ist er der stärkste Motor, den Volvo Trucks bislang in einem Serien-Lkw angeboten hat.
Volvo FM Electric als dreiachsiges Fahrgestell für schwere Aufbau- und Spezialanwendungen. Die neue Elektro-Generation von FH, FM und FMX wurde für besonders vielseitige Einsätze ausgelegt und kann unter anderem mit Kipper-, Hakenlift- oder anderen energieintensiven Aufbauten kombiniert werden. Je nach Konfiguration sind bis zu 65 Tonnen Gesamtzuggewicht und bis zu 470 Kilometer Reichweite möglich.
Volvo FH Aero Electric mit Extended Range während einer Testfahrt auf dem Gelände der IAA Transportation 2026. Die neue Fernverkehrsversion erreicht laut Volvo bis zu 700 Kilometer Reichweite; auf dem Fahrerhaus trägt das Fahrzeug bereits das Emblem „International Truck of the Year 2027“.
Volvo FL Electric mit Kofferaufbau. Der kompakte batterieelektrische Verteiler-Lkw gehört zum breiten Volvo-Elektroprogramm und ist vor allem für innerstädtische und regionale Transporte vorgesehen.
Volvo FL 4x4 mit Mannschaftsfahrerhaus während einer Testfahrt. Das allradgetriebene Spezialfahrzeug war Teil des offiziellen Volvo-Test-Drive-Programms auf der IAA 2026 und zeigt die Bandbreite der Marke jenseits klassischer Fernverkehrs-Lkw.
Volvo VNL – das aktuelle Fernverkehrs-Flaggschiff für Nordamerika. Das vollständig neu entwickelte Class-8-Modell wird in den USA und Kanada angeboten und soll gegenüber seinem Vorgänger unter anderem durch verbesserte Aerodynamik bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen. Siehe auch den Beitrag über diesen Truck auf truckinfocus.com!
Volvo FMX Electric als vierachsiger Fahrmischer während einer Testfahrt. Die neue Generation der schweren Volvo-Elektrofahrzeuge wurde ausdrücklich auch für Aufbauanwendungen wie Betonmischer entwickelt; ein flexibler elektrischer Nebenabtrieb ermöglicht den Betrieb solcher Aufbauten ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor.

Die Fotos (bis auf den Scania Longline) sowie der Text zu diesem Messe-Rückblick stammen von Steve St.Schmidt. Bei der Recherche, Strukturierung und Formulierung kam unterstützend generative KI zum Einsatz.