IAA 2026 - Teil 2: Lkw aus China

Die Hersteller im Rückblick

Chinesische Lkw-Hersteller waren auf der IAA Transportation 2026 so präsent wie nie zuvor. Mindestens 16 Marken zeigten schwere Elektro-Lkw, Wasserstofffahrzeuge, autonome Konzepte und neue Plattformen. Viele davon traten erstmals in Hannover auf – und einige bauen bereits Vertrieb, Service oder sogar Produktion in Europa auf.

Mit 1.589 Ausstellern aus 46 Ländern erreichte die IAA Transportation 2026 einen neuen Höchststand bei der internationalen Beteiligung. Mehr als 140.000 Besucher kamen nach Hannover, darunter über 113.000 Fachbesucher an den Werktagen. 40 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an. China gehörte sowohl auf Besucher- als auch auf Ausstellerseite zu den besonders stark vertretenen Ländern. Mehr als 150 Weltpremieren und weitere Neuheiten wurden während der Messe gezeigt.

Auffällig war vor allem die Zahl chinesischer Lkw-Marken. Nach unserem ersten Teil des Messerückblicks über Fahrzeuge aus Europa und der Welt präsentieren wir in diesem zweiten Teil 16 chinesische Lkw-Hersteller, die auf der IAA 2026 in Hannover ihre Produkte zeigten. Mehr als zwei Drittel davon waren in unserem IAA-Rückblick von 2024 noch nicht vertreten. Die Spannweite reichte vom batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw über Wasserstoff- und Range-Extender-Konzepte bis zu Level-4-Fahrzeugen für autonome Transporte. Level 4 bezeichnet eine Automatisierungsstufe, bei der das Fahrzeug innerhalb festgelegter Einsatzbedingungen – etwa auf bestimmten Strecken oder in abgegrenzten Betriebsbereichen – sämtliche Fahraufgaben selbst übernimmt. Ein Mensch muss das System dort weder ständig überwachen noch im Bedarfsfall eingreifen; bei Problemen muss es selbst einen sicheren Zustand erreichen, beispielsweise durch Anhalten.

Neben jungen Start-ups kamen auch etablierte Hersteller nach Hannover. Mit Sinotruk, FAW/Jiefang, Dongfeng, Shacman oder Foton waren einige der größten und traditionsreichsten chinesischen Nutzfahrzeughersteller vertreten. Gleichzeitig zeigen neue Marken wie DeepWay oder RYGG, wie schnell sich die chinesische Nutzfahrzeuglandschaft verändert. Bemerkenswert ist außerdem, wie viele Hersteller inzwischen nicht mehr nur Fahrzeuge exportieren wollen: Ersatzteillager, Serviceorganisationen, europäische Entwicklung und sogar lokale Produktion gehören zunehmend zu ihren Strategien.

BYD

BYD nutzte die IAA 2026 für einen deutlich stärkeren Vorstoß in den europäischen Schwer-Lkw-Markt. Im Zentrum stand der neue ETT 44, eine von Grund auf elektrisch entwickelte Sattelzugmaschine mit 651-kWh-Blade-Batterie. BYD nennt bis zu 600 Kilometer Reichweite, bis zu 750 kW beziehungsweise rund 1.000 PS und eine Ladeleistung im Megawattbereich. Von 20 auf 80 Prozent soll die Batterie in etwa 20 Minuten geladen werden können.

Der ETT 44 stand allerdings nicht allein. BYD zeigte außerdem neue 4×2- und 6×2-Motorwagen und deckt damit in Europa inzwischen ein Nutzfahrzeugspektrum von 3,5 bis 44 Tonnen ab. Interessant ist vor allem, dass BYD nicht nur Fahrzeuge verkaufen will. Zum Konzept gehören auch Ladeinfrastruktur, stationäre Energiespeicher, Energiemanagement, Service und Finanzierung. Damit versucht der Konzern, Flottenkunden ein vollständiges System rund um den Elektro-Lkw anzubieten. Der europäische Marktstart des schweren Programms ist ab 2027 vorgesehen.

Weitere Informationen findest du auf der Website von BYD.

Mit dem ETT 44 zielt BYD auf den schweren europäischen Fernverkehr. Die von Grund auf elektrisch entwickelte Sattelzugmaschine besitzt eine 651-kWh-Blade-Batterie; der Hersteller nennt bis zu 600 Kilometer Reichweite. Zum geplanten Marktstart ab 2027 soll das Angebot über den Lkw hinaus auch Ladeinfrastruktur, Energiemanagement und Service umfassen.
Der dreiachsige BYD ETH 28 wurde hier als Fahrgestell ohne Aufbau präsentiert. Der elektrische Motorwagen lässt sich für unterschiedliche Transportaufgaben ausrüsten und ergänzt die schweren Sattelzugmaschinen des Herstellers. Damit zeigt BYD neben kompletten Einsatzfahrzeugen auch die technische Basis für kundenspezifische Aufbauten.
Mit dem EYT 2.0 zeigte BYD auch einen Terminal Tractor für das Rangieren von Aufliegern auf Betriebs- und Terminalgeländen. Die hochgesetzte Kabine und das kurze zweiachsige Fahrgestell kennzeichnen das auf Rangieraufgaben zugeschnittene Fahrzeug. Damit deckt das Messeprogramm auch Transporte innerhalb von Logistikanlagen ab.
Ein weiterer BYD aus dem Herstellerportfolio war am Stand des Kühlaggregate-Herstellers Thermo King zu sehen. Der elektrische ETM6 trug einen Kühlkoffer von Carfran mit Thermo-King-Aggregat. Die Kombination zeigt eine konkrete Anwendung im temperaturgeführten Verteilerverkehr und ergänzt die schweren BYD-Neuheiten um ein kompaktes Lieferfahrzeug.
Am unteren Ende des BYD-Nutzfahrzeugprogramms steht der kompakte T 35, hier mit einem Aufbau zur Abfallsammlung. Er zeigt, dass das elektrische Angebot auch kleinere kommunale Fahrzeuge einschließt. Mit diesem Einsatzbeispiel ergänzte BYD die schweren Motorwagen und Sattelzugmaschinen auf seinem Messestand.

C&C Trucks

C&C Trucks ist die Schwer-Lkw-Marke von Chery Commercial Vehicle. In Hannover standen zwei Varianten der neuen Phoenix-Sattelzugmaschine: ein rein batterieelektrischer BEV und ein REEV mit Range Extender. Innerhalb des Konzerns übernimmt C&C das Geschäft mit schweren Lkw.

Besonders ungewöhnlich ist das Energiekonzept. Die elektrische Phoenix-Sattelzugmaschine besitzt eine Batterie mit rund 431 kWh. Zusätzlich kann im Auflieger ein zweiter Energiespeicher gleicher Größe untergebracht werden. Damit stehen insgesamt rund 860 kWh zur Verfügung. Der Fahrer kann während des Betriebs zwischen beiden Energiequellen umschalten. Der elektrische Antrieb leistet in der Spitze 400 kW; für die BEV-Version nennt C&C bis zu 500 Kilometer Reichweite.

Die REEV-Variante ergänzt das System um einen 3,0-Liter-Dieselmotor als Generator und einen 200-Liter-Tank. Der Verbrennungsmotor dient dabei nicht als direkter Fahrantrieb, sondern zur Stromerzeugung. Chery zeigt damit zwei unterschiedliche Wege für elektrische Fernverkehrs-Lkw, insbesondere dort, wo eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend vorhanden ist.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Chery Commercial Vehicle.

Der weiße C&C Phoenix REEV ergänzt den Elektroantrieb um einen Range Extender. Ein 3,0-Liter-Dieselmotor erzeugt Strom, treibt die Räder jedoch nicht unmittelbar an. Zusammen mit einem 200-Liter-Tank soll diese Lösung elektrische Transporte auch dort ermöglichen, wo leistungsfähige Ladestationen noch nicht ausreichend verfügbar sind.
Die grüne Phoenix-Sattelzugmaschine ist die rein batterieelektrische Variante von C&C Trucks, der Schwer-Lkw-Marke von Chery Commercial Vehicle. Neben der rund 431-kWh-Fahrzeugbatterie kann ein weiterer Speicher gleicher Größe im Auflieger untergebracht werden. Das Konzept bezieht somit beide Teile des Sattelzuges in die Energieversorgung ein.

DeepWay

DeepWay gab in Hannover sein Europa-Debüt. Das 2020 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf schwere batterieelektrische Lkw und verbindet die Fahrzeuge eng mit digitalen und automatisierten Fahrfunktionen. Für 2027 kündigte DeepWay einen speziell für Europa entwickelten schweren Lkw an, der nicht einfach aus dem chinesischen Programm übernommen, sondern auf europäische Vorschriften, Straßenbedingungen, Ladeinfrastruktur und Flottenanforderungen abgestimmt werden soll.

Dabei versteht das Unternehmen den Elektro-Lkw nur als ersten Schritt. Die Entwicklung reicht über Fahrerassistenz und vernetzte Flotten bis zu vollständig autonomen Transportfahrzeugen. DeepWay spricht langfristig von „Freight Robots“ und verfolgt eine klare Entwicklung in Richtung Level 4. Elektrifizierung und automatisiertes Fahren werden dabei von Anfang an gemeinsam gedacht.

Weitere Informationen findest du auf der Website von DeepWay.

Mit der stark geneigten Frontscheibe und den glatten Flächen unterscheidet sich der elektrische DeepWay Star 513 deutlich von einem klassischen Fernverkehrs-Lkw. Der Zweiachser gehörte zum Europa-Debüt des jungen Herstellers. Für 2027 ist ein speziell auf europäische Vorschriften, Ladeinfrastruktur und Flottenanforderungen abgestimmter schwerer Lkw angekündigt.
Der dreiachsige DeepWay Star 600 zeigt das eigenständige Fahrerhauskonzept in einer weiteren Fahrzeugausführung. Für den Hersteller gehören Elektroantrieb, Vernetzung und automatisiertes Fahren eng zusammen. Die langfristig angestrebten „Freight Robots“ sollen Transporte in festgelegten Einsatzbereichen selbstständig übernehmen; der ausgestellte Lkw veranschaulicht zunächst die Fahrzeugseite dieser Entwicklung.

Dongfeng

Dongfeng zählt zu den großen und traditionsreichen chinesischen Nutzfahrzeugherstellern. Auf der IAA 2026 trat der Konzern erstmals mit einem eigenen großen Auftritt auf und setzte dabei fast vollständig auf Wasserstoff.

Gezeigt wurden drei wasserstoffbetriebene Fahrzeuge für unterschiedliche Aufgaben – Fernverkehr, Rohstoff- und Massenguttransport sowie Kühl- und Verteilerverkehr. Gleichzeitig feierte ein selbst entwickeltes 400-kW-Brennstoffzellensystem Weltpremiere. Grundlage der Fahrzeuge ist die neue T1-Plattform, in der Brennstoffzelle, Wasserstoffspeicher, Batterie, Elektroantrieb, Steuerung und Thermomanagement als Gesamtsystem zusammengeführt werden.

Damit unterschied sich Dongfeng deutlich von vielen chinesischen Wettbewerbern, die in Hannover vor allem batterieelektrische Fahrzeuge präsentierten. Der Hersteller verfolgt weiterhin mehrere Antriebspfade und sieht insbesondere im schweren Fernverkehr sowie bei energieintensiven Transportaufgaben Einsatzmöglichkeiten für Wasserstoff.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Dongfeng.

Die geschwungene Kabinenform prägt diesen Dongfeng für den schweren Fernverkehr. Der Hersteller setzte bei seinem Messeauftritt auf Wasserstoff und stellte zugleich ein eigenes 400-kW-Brennstoffzellensystem vor. Die neue T1-Plattform führt Brennstoffzelle, Wasserstoffspeicher, Batterie, Elektroantrieb und Thermomanagement in einem gemeinsamen Fahrzeugkonzept zusammen.
Dongfeng zeigte sein Wasserstoffkonzept auch in Verbindung mit einem Kühlkoffer. Damit bezog der Hersteller neben schweren Ferntransporten den temperaturgeführten Verteilerverkehr ein. Der kompaktere Lkw verdeutlicht die Bandbreite des Auftritts, bei dem drei Fahrzeuge für unterschiedliche Transportaufgaben auf derselben technischen Grundidee aufbauten.
Die dreiachsige Dongfeng-Sattelzugmaschine mit hohem Fahrerhaus ergänzt das Wasserstoffprogramm für schwere Transportaufgaben. Die seitliche H₂-Kennzeichnung macht die Energiequelle schon von außen deutlich. Dongfeng sieht Einsatzmöglichkeiten insbesondere bei energieintensiven Transporten und verfolgt damit einen anderen Schwerpunkt als die zahlreichen batterieelektrischen Messefahrzeuge.

Farizon

Farizon, die Nutzfahrzeugmarke des chinesischen Geely-Konzerns, gab 2026 ihr IAA-Debüt. Im Mittelpunkt stand der vollelektrische Homtruck, der erstmals in einer europäischen Ausrichtung gezeigt wurde. Farizon positioniert ihn für schwere Transportaufgaben und den Fernverkehr; einen verbindlichen europäischen Verkaufsstart hat das Unternehmen allerdings noch nicht genannt.

Mindestens ebenso interessant wie das Fahrzeug ist die bereits entstehende Infrastruktur. Farizon baut seine Präsenz in Europa systematisch aus, unter anderem mit Niederlassungen in Deutschland und Frankreich. In Gaggenau wurde zudem ein Ersatzteillager eingerichtet. Damit schafft Geely bereits Strukturen für Service und Versorgung, obwohl die schwere Homtruck-Baureihe noch nicht regulär auf dem europäischen Markt angeboten wird.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Farizon.

Der Farizon Homtruck auf dem Freigelände: Geelys Nutzfahrzeugmarke präsentierte ihren elektrischen Schwer-Lkw erstmals mit europäischer Ausrichtung. Einen verbindlichen Verkaufsstart nannte das Unternehmen noch nicht. Mit europäischen Niederlassungen und einem Ersatzteillager in Gaggenau entstehen jedoch bereits Strukturen für Vertrieb, Service und Teileversorgung.

FAW Trucks

FAW Trucks verband in Hannover Vergangenheit und Zukunft besonders anschaulich. Der chinesische Hersteller brachte fünf komplette Fahrzeuge sowie neun zentrale Antriebs- und Technikmodule mit. Zu sehen waren unter anderem die neue CORTRON-CS-Baureihe für den europäischen Markt und der futuristische TL.X Concept Truck, der als Blick auf das Jahr 2036 gedacht ist.

Bei CORTRON verfolgt FAW eine breite Antriebsstrategie. Neben Dieselvarianten zeigte der Hersteller mit dem CS 925 eine batterieelektrische Sattelzugmaschine. Insgesamt nennt FAW für sein Programm Diesel, Erdgas, Hybrid, Batterie und Wasserstoff. Das Unternehmen will sich damit nicht auf eine einzige Technologie festlegen, sondern je nach Einsatz unterschiedliche Lösungen anbieten.

FAW gehört zu den großen klassischen chinesischen Lkw-Herstellern. Passend dazu stand am Messestand auch ein historischer Jiefang CA 10 von 1956 – das Fahrzeug, mit dem die industrielle Automobilproduktion der Volksrepublik China begann. Direkt daneben demonstrierten die neuen CORTRON-Modelle und der TL.X, wie weit sich die chinesische Nutzfahrzeugindustrie in 70 Jahren entwickelt hat.

Weitere Informationen findest du auf der Website von FAW Trucks.

Der TL.X Concept Truck von FAW war während der Messe ständig von Besuchern umringt. Erst am Abend, als die Besuchszeit eigentlich schon vorbei war, gelang diese Aufnahme mit freiem Blick auf das Fahrzeug. Die Studie richtet den Blick auf das Jahr 2036; glatte Flächen und weitgehend verkleidete Fahrzeugseiten prägen den Auftritt der futuristisch wirkenden Sattelzugmaschine.
Der FAW CORTRON CS 600 gehört zur neuen schweren Baureihe für den europäischen Markt. Sein Fahrerhaus ist ebenso hoch wie das des daneben präsentierten batterieelektrischen CS 925. Bei der Antriebsauswahl verfolgt FAW mehrere Wege: Zum Gesamtprogramm zählen neben Diesel auch Erdgas, Hybrid, Batterie und Wasserstoff.
Der blaue CORTRON CS 925 EV ist die batterieelektrische Sattelzugmaschine im FAW-Aufgebot. Das gleich hohe Fahrerhaus und die gemeinsame Frontgestaltung verbinden ihn optisch eng mit dem CS 600. FAW integriert den Elektroantrieb damit in eine Baureihenfamilie, die unterschiedliche Antriebsarten für verschiedene Transportaufgaben vorsieht.
Der weiße CORTRON CS 600 XXL ergänzt die ausgestellten Varianten der neuen FAW-Baureihe. Fahrerhausform, Kühlergrill und senkrechte Leuchten zeigen die enge gestalterische Verwandtschaft mit dem CS 600 und dem blauen CS 925 EV. Gemeinsam repräsentieren sie das aktuelle Schwer-Lkw-Programm neben der Zukunftsstudie TL.X.
Der Jiefang CA 10 markiert den Beginn der chinesischen Automobilindustrie. 1956 lief er bei FAW in Changchun als erstes in der Volksrepublik China serienmäßig produziertes Kraftfahrzeug vom Band. Seine Konstruktion basierte auf dem sowjetischen ZIS-150, dessen Wurzeln wiederum zum amerikanischen International Harvester KR-11 reichen. Zwei Jahre später baute FAW mit dem Dongfeng CA 71 auch den ersten chinesischen Pkw.

Foton

Foton nutzte die IAA 2026 für die internationale Premiere des neuen CAVAN BEACON und zugleich für die Vorstellung einer umfassenderen Europa-Strategie. Der futuristisch gezeichnete schwere Lkw ist keine reine Studie, sondern Teil einer neuen modularen Plattform für Batterie- und Wasserstoffantriebe.

Für die batterieelektrische Version nennt Foton mehr als 600 Kilometer Reichweite und Ladeleistungen bis in den Megawattbereich. Daneben ist eine Brennstoffzellenvariante mit deutlich größerer Reichweite vorgesehen. CAVAN soll damit sowohl batterieelektrischen als auch wasserstoffbasierten Fernverkehr abdecken.

Foton ist in Europa bereits mit leichteren und mittelschweren Nutzfahrzeugen vertreten und baut die Infrastruktur weiter aus. Ein wichtiger Baustein ist das inzwischen eröffnete europäische Ersatzteilzentrum in Unna. Der Konzern betont, dass Europa nicht nur Exportmarkt sein soll, sondern lokale Vertriebs-, Service- und langfristig auch Produktionsstrukturen aufgebaut werden sollen.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Foton.

Der CAVAN BEACON war eine der zentralen Neuheiten bei Foton. Die schwere Sattelzugmaschine gehört zu einer modularen Plattform für Batterie- und Brennstoffzellenantriebe. Für die batterieelektrische Ausführung nennt der Hersteller mehr als 600 Kilometer Reichweite und Ladeleistungen bis in den Megawattbereich; eine Wasserstoffvariante soll das Programm ergänzen.
Der Foton Galaxus R9 vor dem neuen CAVAN. Beim blauen Galaxus bestimmen die geschwungene Front und die seitlich angeordneten Leuchten das Erscheinungsbild. Der weiße CAVAN dahinter setzt auf große, ruhige Flächen mit abgerundeten Übergängen und einen markanten Grill im unteren Bereich der Fahrzeugfront. Gemeinsam zeigen die Fahrzeuge zwei unterschiedliche Entwürfe für schwere Sattelzugmaschinen.
Mit dem DAYSTAR zeigte Foton auch ein kompaktes Fahrgestell für den Verteilerverkehr. Der ohne Aufbau präsentierte Zweiachser macht die Aufteilung zwischen kurzem Fahrerhaus und nutzbarem Rahmen sichtbar. Er ergänzt den Auftritt der schweren Sattelzugmaschinen um jene leichteren Fahrzeugklassen, in denen Foton in einigen Ländern Europas bereits vertreten ist.
Die Foton-Kehrmaschine ergänzt das Messeprogramm um ein Fahrzeug für die kommunale Straßenreinigung. Das ausgestellte Komplettfahrzeug veranschaulicht eine weitere Anwendung neben den Fahrgestellen und Fernverkehrs-Sattelzugmaschinen. Foton richtet sein europäisches Angebot damit an unterschiedliche Kundengruppen – von Transportbetrieben bis zu kommunalen Dienstleistern.

GAC / Pony.ai

GAC Commercial Vehicle und Pony.ai zeigten gemeinsam den T9 Robotruck. Das Fahrzeug basiert auf der batterieelektrischen T9-Schwer-Lkw-Plattform von GAC; Pony.ai liefert das autonome Fahrsystem der vierten Generation. Der 6×4-Lkw besitzt eine 402-kWh-Batterie, bietet 330 Kilometer angegebene Reichweite und ein Gesamtzuggewicht von 49 Tonnen.

Für Level 4 kommen 13 Kameras, neun LiDAR-Sensoren und drei Radare zum Einsatz. Vier Orin-X-Rechner stellen zusammen 1.016 TOPS Rechenleistung bereit.

Bemerkenswert ist, dass der T9 nicht lediglich als langfristige Studie präsentiert wurde. Pony.ai kündigte den Beginn der Serienproduktion noch für 2026 an. Vorgesehen sind zunächst Fernverkehr, feste Logistikrouten und Hafenverkehre – also Einsatzfelder, in denen Strecken und Betriebsabläufe vergleichsweise gut kontrollierbar sind.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Pony.ai.

Die elektrische T9-Plattform von GAC bildet die Grundlage für den gemeinsam mit Pony.ai entwickelten Robotruck. Der 6×4 besitzt eine 402-kWh-Batterie; angegeben werden 330 Kilometer Reichweite bei einem Gesamtzuggewicht von 49 Tonnen. GAC stellt die Fahrzeugplattform bereit, während Pony.ai das autonome Fahrsystem beisteuert.
Der T9 Robotruck verbindet die elektrische GAC-Fahrzeugplattform mit dem autonomen Fahrsystem von Pony.ai. Insgesamt nutzt das System 13 Kameras, neun LiDAR-Sensoren und drei Radare. Vorgesehen sind zunächst feste Logistikrouten und Hafenverkehre; Pony.ai kündigte den Beginn der Serienproduktion noch für 2026 an.

JAC Motors

JAC war nach 2024 zum zweiten Mal auf der IAA Transportation vertreten. Der Hersteller zeigte vier Fahrzeuge, die ausdrücklich für den europäischen Markt entwickelt wurden. Für den Lkw-Bereich waren vor allem die batterieelektrischen N 42 EV und N 90 EV relevant; hinzu kamen der elektrische Transporter eSUNRAY PRO und der Plug-in-Hybrid-Pick-up T9 PHEV.

JAC fällt weniger durch spektakuläre Fernverkehrskonzepte auf als durch eine vergleichsweise bodenständige Ausrichtung auf leichte Verteilerfahrzeuge und bereits europäisch angepasste Produkte. Damit besetzt der Hersteller einen anderen Bereich als viele chinesische Anbieter, die sich in Hannover vor allem mit 40-Tonnen-Sattelzugmaschinen präsentierten.

Weitere Informationen findest du auf der Website von JAC Motors.

Der JAC N 90 EV als elektrisches Abfallsammelfahrzeug zeigt eine kommunale Anwendung des europäischen Lkw-Programms. JAC konzentrierte sich in Hannover auf bereits für diesen Markt entwickelte Fahrzeuge. Neben dem N 90 EV gehörten der kleinere N 42 EV, ein elektrischer Transporter und ein Plug-in-Hybrid-Pick-up zum Messeauftritt.
Der kompakte JAC N 42 EV mit Kofferaufbau richtet sich an den lokalen Lieferverkehr. Er gehört zu den ausdrücklich für Europa entwickelten Fahrzeugen des Herstellers. Während zahlreiche chinesische Wettbewerber schwere Fernverkehrs-Sattelzugmaschinen in den Mittelpunkt stellten, zeigte JAC mit diesem Zweiachser ein konkretes Angebot für die Warenverteilung.

Maxus

Maxus wurde in Europa bislang hauptsächlich mit Transportern und Pick-ups verbunden. Auf der IAA 2026 weitete die zum chinesischen SAIC-Konzern gehörende Marke ihr Programm jedoch deutlich nach oben aus.

Mit dem eDELIVER 75 zeigte Maxus ein elektrisches Fahrgestell der 7,5-Tonnen-Klasse. Noch deutlich größer ist der neue eDELIVER 420 L: eine vollelektrische 42-Tonnen-Sattelzugmaschine für den schweren Fernverkehr. Sie basiert auf der modularen AILink-Architektur und besitzt eine 615-kWh-Batterie von CATL. Von 20 auf 80 Prozent soll sie in rund 25 Minuten geladen werden können. Eine verbindliche Reichweitenangabe nannte Maxus zur Messe noch nicht.

Damit betritt Maxus in Europa erstmals Gewichtsklassen, in denen die Marke bislang praktisch nicht wahrgenommen wurde. Ein ebenfalls ausgestellter Transporter bleibt unserem dritten Teil über leichte Nutzfahrzeuge vorbehalten.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Maxus.

Mit dem eDELIVER 420 L stößt Maxus in den schweren Fernverkehr vor. Die elektrische 42-Tonnen-Sattelzugmaschine basiert auf der AILink-Architektur und besitzt eine 615-kWh-Batterie von CATL. Nach Herstellerangaben soll das Laden von 20 auf 80 Prozent rund 25 Minuten dauern; eine verbindliche Reichweitenangabe stand zur Messe noch aus.
Der Maxus eDELIVER 75 mit Kofferaufbau erweitert das Programm um die 7,5-Tonnen-Klasse. Die bislang vor allem für Transporter und Pick-ups bekannte SAIC-Marke erschließt damit auch den elektrischen Lkw-Verteilerverkehr. Gemeinsam mit der schweren eDELIVER-420-L-Sattelzugmaschine markiert er die Ausweitung in höhere Gewichtsklassen.

RYGG

RYGG ist ein Sonderfall. Die Marke wurde speziell für den europäischen Markt geschaffen und gehört zum chinesischen Brennstoffzellenhersteller REFIRE. Der in Hannover gezeigte Nova F-L basiert auf dem Ford F-Max, kombiniert dessen Fahrerhaus und Grundfahrzeug aber mit einem chinesischen Brennstoffzellen-Antrieb.

Die 44-Tonnen-Sattelzugmaschine ist bereits für Europa typgenehmigt. RYGG führt Test- und Roadshow-Einsätze unter anderem in Deutschland und den Niederlanden durch. Weitere Varianten, darunter Lowliner- und ADR-Ausführungen, sind angekündigt.
Damit unterscheidet sich RYGG sowohl von klassischen chinesischen Export-Lkw als auch von europäischen Eigenentwicklungen: Ein türkisch-europäisches Basisfahrzeug wird mit chinesischer Wasserstofftechnik zu einem neuen europäischen Produkt kombiniert.

Weitere Informationen findest du auf der Website von RYGG.

Das Fahrerhaus verrät die Herkunft: Der RYGG Nova F-L basiert auf dem Ford F-Max. Die Marke des Brennstoffzellenherstellers REFIRE kombiniert das Grundfahrzeug mit chinesischer Wasserstofftechnik. Die 44-Tonnen-Sattelzugmaschine ist bereits für Europa typgenehmigt und wird unter anderem in Deutschland und den Niederlanden bei Test- und Roadshow-Einsätzen erprobt.

SANY

SANY zeigte 2026, wie schnell sich ein einzelnes Messefahrzeug zu einem kompletten Marktauftritt entwickeln kann. Schon 2024 war ein elektrischer SANY-Betonmischer auf der IAA zu sehen, damals noch im Umfeld von Putzmeister und ETC Miettrucks. Zwei Jahre später trat SANY mit eigener eTruck-Marke und einem vollständigen europäischen Elektro-Lkw-Programm auf.

Fünf Modelle decken Bau, Logistik, Verteilerverkehr und kommunale Anwendungen ab: vom e435 8×4 für Betonmischer und Kipper über die e263 S 4×2-Sattelzugmaschine und die 6×2-Fahrgestelle e345/e360 bis zum e363 für Wechselbrücken- und schwerere Logistikeinsätze sowie dem e263 R für Post- und Paketverkehre. Der e363 besitzt eine 636-kWh-Batterie und soll bis zu 500 Kilometer Reichweite erreichen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei Putzmeister. Das deutsche Unternehmen gehört seit 2012 zu SANY und stellt für den europäischen Lkw-Vorstoß Entwicklungskompetenz sowie Vertriebs- und Serviceerfahrung bereit. Zusätzlich arbeitet SANY mit rund 650 Alltrucks-Werkstätten in Europa zusammen und bietet einen 24/7-Pannendienst.

SANY selbst ist längst kein kleiner Newcomer. Nach eigenen Angaben sind mehr als 50.000 elektrische SANY-Lkw in China im Einsatz. Der Schritt von einem einzelnen eMischer 2024 zu einem vollständigen europäischen Modellprogramm 2026 zeigt deutlich, welche Richtung der Hersteller eingeschlagen hat.

Weitere Informationen findest du auf der Website von SANY.

Der vierachsige SANY e435 mit Betonmischer-Aufbau steht für den elektrischen Baustelleneinsatz. Bereits 2024 war ein elektrischer SANY-Mischer im Umfeld von Putzmeister und ETC Miettrucks auf der IAA zu sehen. Der hier gezeigte 8×4 gehört nun zu einem wesentlich breiteren europäischen eTruck-Programm mit Fahrzeugen für Bau, Logistik und kommunale Aufgaben.
Eine elektrische SANY-Sattelzugmaschine mit Kippauflieger bei einer Testfahrt. Die Beschriftung von ETC Miettrucks verweist auf den Anbieter, der bereits beim europäischen Auftritt eines SANY-Betonmischers auf der IAA 2024 eine Rolle spielte. Die Kombination ergänzt die Exponate in der Halle um einen Eindruck des Fahrzeugs im Messefahrbetrieb.
Das SANY-Fahrgestell e363 ist für Wechselbrücken- und andere schwere Logistikeinsätze vorgesehen. Für diese Baureihe nennt der Hersteller eine 636-kWh-Batterie und bis zu 500 Kilometer Reichweite. Das ohne Aufbau gezeigte Fahrzeug gehört zu den dreiachsigen Motorwagen, mit denen SANY sein europäisches Angebot über Mischer und Sattelzugmaschinen hinaus erweitert.
Die solo ausgestellte SANY e263 S zeigt die elektrische 4×2-Lösung für den Sattelzugbetrieb. Sie ergänzt die Motorwagen-Fahrgestelle für Bau-, Verteiler- und Kommunalaufgaben. Für den europäischen Markteintritt nutzt SANY unter anderem die Entwicklungs- und Serviceerfahrung der Konzerntochter Putzmeister sowie die Zusammenarbeit mit dem Werkstattnetz von Alltrucks.
Der SANY e263 R mit Kofferaufbau richtet sich unter anderem an Post- und Paketdienste. Er vertritt innerhalb des neuen europäischen Programms den Verteilerverkehr, während andere Baureihen für Betontransport, Wechselbrücken oder Sattelzüge vorgesehen sind. SANY zeigte damit mehrere konkrete Einsatzfelder auf einem gemeinsamen Markenauftritt.

Shacmoto / Shacman

Shacmoto, international meist als Shacman bekannt, war bereits 2024 auf der IAA vertreten. Hinter der Marke steht die Shaanxi Automobile Group, einer der großen chinesischen Hersteller schwerer Lkw.

2026 waren die beiden batterieelektrischen Modelle H 6000 E und X 6000 E zu sehen. Gleichzeitig treibt Shacman sein gesamtes Schwer-Lkw-Programm weiter voran und baut die internationale Präsenz aus. Auch bei konventionellen Fahrzeugen positioniert sich die Marke inzwischen im oberen Leistungsbereich; im X 6000-Programm werden Motorleistungen bis 720 PS angeboten.

Der Auftritt zeigte damit nicht nur einzelne Elektrofahrzeuge, sondern einen Hersteller, der seine schweren Baureihen zunehmend auf internationale Märkte ausrichtet.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Shacman.

Der batterieelektrische Shacmoto H 6000 E mit Kippauflieger am EVRT-Stand. Hinter EVRT („Electric Vehicles Road Train“) steht ein Konzept von CIMC Vehicles für aufeinander abgestimmte elektrische Zugmaschinen und Auflieger einschließlich der zugehörigen Betriebsinfrastruktur. Die hier gezeigte dreiachsige Sattelzugmaschine mit Kippmulde steht für den schweren Schüttguttransport.
Der batterieelektrische Shacmoto X 6000 E war mit einem Pritschenauflieger kombiniert. Gemeinsam mit dem H 6000 E veranschaulicht er die Bandbreite der ausgestellten Sattelzugkombinationen. Beide tragen die EVRT-Gestaltung, unterscheiden sich jedoch deutlich in Fahrerhausform und Frontgestaltung.

Sinotruk / Sitrak

Sinotruk gehört zu den bedeutendsten chinesischen Schwer-Lkw-Herstellern und war 2025 zum vierten Mal in Folge Marktführer im chinesischen Heavy-Duty-Segment. Auf der IAA trat der Konzern vor allem mit der Marke Sitrak auf.

Gezeigt wurden fünf Fahrzeuge sowie Antriebs-, Lade- und Energielösungen. Im Mittelpunkt stand eine neue batterieelektrische 4×2-Sattelzugmaschine mit 800-V-Technik und einem Batteriesystem der 600-kWh-Klasse. Sinotruk nennt bei 44 Tonnen Gesamtzuggewicht bis zu 500 Kilometer Reichweite. Der Hersteller versteht Elektrifizierung dabei nicht nur als Fahrzeugthema, sondern verbindet Lkw, Energieversorgung, Laden, Batteriewechsel und Flottenbetrieb zu einem Gesamtsystem.

Für Europa besonders interessant ist die Produktion in Österreich. Seit März 2026 lässt Sinotruk bei Steyr Automotive Diesel- und Elektro-Lkw montieren. Zunächst erfolgt die Fertigung im SKD-Verfahren; später ist eine stärkere lokale Wertschöpfung bis hin zu CKD-Montage, Kabinenfertigung und Lackierung vorgesehen.

Steyr Automotive fertigt am selben Standort auch Fahrzeuge für SuperPanther. Damit entwickelt sich Steyr zunehmend zu einer europäischen Produktionsbasis für chinesische Lkw-Projekte.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Sinotruk.

Bei dieser Sitrak-Sattelzugmaschine rückte Sinotruk automatisierte Fahrfunktionen in den Vordergrund. Die Beschriftung der Frontscheibe warb für die Navigation auf Autobahnen mit Autopilot und verwies auf bereits verkaufte Fahrzeuge. Eine konkrete Automatisierungsstufe lässt sich daraus allein allerdings nicht ablesen.
Der vierachsige Sitrak-Kipper steht für schwere Bau- und Schüttguttransporte. Auf der Frontscheibe nennt der Hersteller mehr als 300 Kilometer Reichweite und verweist auf über eine Million Kilometer Erprobung. Das Exponat ergänzt die Fernverkehrs-Zugmaschinen um einen elektrischen Lkw für den Baustelleneinsatz.
Die blaue Sitrak-Sattelzugmaschine ist nach ihrer Messebeschriftung für Zugkombinationen mit 64 Tonnen Gesamtgewicht ausgelegt. Zugleich nennt der Hersteller mehr als 400 Kilometer Reichweite. Neben dieser Variante präsentierte Sinotruk eine weitere elektrische Sattelzugmaschine mit einer Reichweitenangabe von mehr als 500 Kilometern.
Eine weitere elektrische Sitrak-Sattelzugmaschine mit anderer Gewichtsauslegung: Am Fahrzeug warb Sinotruk mit zehn Tonnen Leergewicht, 30 Minuten Ladezeit und mehr als 500 Kilometern Reichweite. Die ausgestellten Varianten zeigten, wie der Hersteller sein elektrisches Angebot nach Transportaufgabe, Zuggewicht und Reichweitenbedarf differenziert.
Auch den Verteilerverkehr deckte Sitrak ab. Der elektrische Koffer-Lkw ergänzt die schweren Zugmaschinen und Baufahrzeuge um einen kompakten Motorwagen für Lieferaufgaben. Die Messebeschriftung nennt mehr als 350 Kilometer Reichweite und 20 Minuten Ladezeit; damit stellte Sinotruk auch bei diesem Exponat Reichweite und Ladepausen in den Mittelpunkt.

Skyworth

Skyworth Auto gab in Hannover sein IAA-Debüt und brachte fünf elektrifizierte Nutzfahrzeuge mit. Die Weltpremiere des Z9, einer schweren elektrischen 6×4-Sattelzugmaschine, bildete den Schwerpunkt. Das Fahrzeug wurde von Anfang an für autonomes Fahren nach Level 4 ausgelegt.

Der Z9 leistet 610 kW und besitzt eine 400-kWh-LFP-Batterie. Für die 360-Grad-Umfelderfassung kommen fünf LiDAR-Sensoren, fünf Millimeterwellenradare und zehn HD-Kameras zum Einsatz. Vorgesehen ist das Fahrzeug zunächst für klar definierte Einsatzbereiche wie Häfen, Stahlwerke, Rangierbahnhöfe und feste Logistikkorridore.

Darüber hinaus zeigte Skyworth das ebenfalls für Level 4 entwickelte Müllfahrzeug G 18, den autonomen Urban Elf Robobus sowie elektrische Transporter- und Fahrgestelllösungen. Der Hersteller beschreibt seine Entwicklung ausdrücklich als Wandel vom klassischen Fahrzeugbauer zu einem technologieorientierten Anbieter, der alternative Antriebe, KI, autonomes Fahren und kundenspezifische Fahrzeuge miteinander verbindet.

Weitere Informationen findest du auf der Website von Skyworth.

Der Skyworth Z9 feierte in Hannover Weltpremiere. Die elektrische 6×4-Sattelzugmaschine mit 400-kWh-LFP-Batterie wurde von Anfang an für autonomes Fahren nach Level 4 ausgelegt. Als erste Einsatzfelder nennt der Hersteller Häfen, Stahlwerke, Rangierbahnhöfe und feste Logistikkorridore, in denen sich die Betriebsbedingungen klar eingrenzen lassen.
Mit dem G 18 überträgt Skyworth sein Automatisierungskonzept auf die Abfallsammlung. Das für Level 4 entwickelte Fahrzeug soll innerhalb festgelegter Einsatzbedingungen selbstständig fahren können. Sein tief heruntergezogenes, großflächig verglastes Fahrerhaus unterscheidet sich deutlich von der ebenfalls ausgestellten Z9-Sattelzugmaschine und kennzeichnet die Ausrichtung auf kommunale Aufgaben.

XCMG

XCMG ist vor allem als einer der großen chinesischen Baumaschinenhersteller bekannt, besitzt aber auch ein eigenes Nutzfahrzeugprogramm. Auf der IAA war ein vollelektrisches XCMG-Fahrgestell mit einem Betonmischer-Aufbau des polnischen Herstellers FML (Fabryka Maszyn Leżajsk) zu sehen. FML entwickelt und fertigt solche Aufbauten im eigenen Werk und kombiniert sie mit Fahrgestellen verschiedener Hersteller. Genau dieses XCMG-Fahrzeug haben wir fotografiert.

Das Fahrzeug stand allerdings nicht auf einem eindeutig als XCMG erkennbaren eigenen Messestand. Einen separaten XCMG-Auftritt konnten wir auf dem weitläufigen Messegelände nicht ausfindig machen. Sicher belegt ist damit die Präsenz eines XCMG-Lkw in Hannover; ob der Hersteller darüber hinaus mit einem eigenen Stand vertreten war, bleibt offen.

Weitere Informationen findest du auf der Website von XCMG.

Chinesisches Fahrgestell, polnischer Aufbau: Dieser elektrische XCMG-Betonmischer trägt eine Mischtrommel von FML aus Leżajsk. Der Aufbauhersteller kombiniert seine Produkte mit Fahrgestellen verschiedener Marken. Das fotografierte Fahrzeug belegt die Präsenz eines XCMG-Lkw auf der IAA 2026; einen separaten Stand der Marke konnten wir auf dem Messegelände nicht ausfindig machen.

Text und Fotos zu diesem Messe-Rückblick stammen von Steve St.Schmidt. Bei der Recherche, Strukturierung und Formulierung kam unterstützend generative KI zum Einsatz.

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