IAA 2026 - Teil 2: Lkw aus China
Die Hersteller im Rückblick
Chinesische Lkw-Hersteller waren auf der IAA Transportation 2026 so präsent wie nie zuvor. Mindestens 16 Marken zeigten schwere Elektro-Lkw, Wasserstofffahrzeuge, autonome Konzepte und neue Plattformen. Viele davon traten erstmals in Hannover auf – und einige bauen bereits Vertrieb, Service oder sogar Produktion in Europa auf.

Mit 1.589 Ausstellern aus 46 Ländern erreichte die IAA Transportation 2026 einen neuen Höchststand bei der internationalen Beteiligung. Mehr als 140.000 Besucher kamen nach Hannover, darunter über 113.000 Fachbesucher an den Werktagen. 40 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an. China gehörte sowohl auf Besucher- als auch auf Ausstellerseite zu den besonders stark vertretenen Ländern. Mehr als 150 Weltpremieren und weitere Neuheiten wurden während der Messe gezeigt.
Auffällig war vor allem die Zahl chinesischer Lkw-Marken. Nach unserem ersten Teil des Messerückblicks über Fahrzeuge aus Europa und der Welt präsentieren wir in diesem zweiten Teil 16 chinesische Lkw-Hersteller, die auf der IAA 2026 in Hannover ihre Produkte zeigten. Mehr als zwei Drittel davon waren in unserem IAA-Rückblick von 2024 noch nicht vertreten. Die Spannweite reichte vom batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw über Wasserstoff- und Range-Extender-Konzepte bis zu Level-4-Fahrzeugen für autonome Transporte. Level 4 bezeichnet eine Automatisierungsstufe, bei der das Fahrzeug innerhalb festgelegter Einsatzbedingungen – etwa auf bestimmten Strecken oder in abgegrenzten Betriebsbereichen – sämtliche Fahraufgaben selbst übernimmt. Ein Mensch muss das System dort weder ständig überwachen noch im Bedarfsfall eingreifen; bei Problemen muss es selbst einen sicheren Zustand erreichen, beispielsweise durch Anhalten.
Neben jungen Start-ups kamen auch etablierte Hersteller nach Hannover. Mit Sinotruk, FAW/Jiefang, Dongfeng, Shacman oder Foton waren einige der größten und traditionsreichsten chinesischen Nutzfahrzeughersteller vertreten. Gleichzeitig zeigen neue Marken wie DeepWay oder RYGG, wie schnell sich die chinesische Nutzfahrzeuglandschaft verändert. Bemerkenswert ist außerdem, wie viele Hersteller inzwischen nicht mehr nur Fahrzeuge exportieren wollen: Ersatzteillager, Serviceorganisationen, europäische Entwicklung und sogar lokale Produktion gehören zunehmend zu ihren Strategien.
BYD
BYD nutzte die IAA 2026 für einen deutlich stärkeren Vorstoß in den europäischen Schwer-Lkw-Markt. Im Zentrum stand der neue ETT 44, eine von Grund auf elektrisch entwickelte Sattelzugmaschine mit 651-kWh-Blade-Batterie. BYD nennt bis zu 600 Kilometer Reichweite, bis zu 750 kW beziehungsweise rund 1.000 PS und eine Ladeleistung im Megawattbereich. Von 20 auf 80 Prozent soll die Batterie in etwa 20 Minuten geladen werden können.
Der ETT 44 stand allerdings nicht allein. BYD zeigte außerdem neue 4×2- und 6×2-Motorwagen und deckt damit in Europa inzwischen ein Nutzfahrzeugspektrum von 3,5 bis 44 Tonnen ab. Interessant ist vor allem, dass BYD nicht nur Fahrzeuge verkaufen will. Zum Konzept gehören auch Ladeinfrastruktur, stationäre Energiespeicher, Energiemanagement, Service und Finanzierung. Damit versucht der Konzern, Flottenkunden ein vollständiges System rund um den Elektro-Lkw anzubieten. Der europäische Marktstart des schweren Programms ist ab 2027 vorgesehen.
Weitere Informationen findest du auf der Website von BYD.





C&C Trucks
C&C Trucks ist die Schwer-Lkw-Marke von Chery Commercial Vehicle. In Hannover standen zwei Varianten der neuen Phoenix-Sattelzugmaschine: ein rein batterieelektrischer BEV und ein REEV mit Range Extender. Innerhalb des Konzerns übernimmt C&C das Geschäft mit schweren Lkw.
Besonders ungewöhnlich ist das Energiekonzept. Die elektrische Phoenix-Sattelzugmaschine besitzt eine Batterie mit rund 431 kWh. Zusätzlich kann im Auflieger ein zweiter Energiespeicher gleicher Größe untergebracht werden. Damit stehen insgesamt rund 860 kWh zur Verfügung. Der Fahrer kann während des Betriebs zwischen beiden Energiequellen umschalten. Der elektrische Antrieb leistet in der Spitze 400 kW; für die BEV-Version nennt C&C bis zu 500 Kilometer Reichweite.
Die REEV-Variante ergänzt das System um einen 3,0-Liter-Dieselmotor als Generator und einen 200-Liter-Tank. Der Verbrennungsmotor dient dabei nicht als direkter Fahrantrieb, sondern zur Stromerzeugung. Chery zeigt damit zwei unterschiedliche Wege für elektrische Fernverkehrs-Lkw, insbesondere dort, wo eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend vorhanden ist.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Chery Commercial Vehicle.


DeepWay
DeepWay gab in Hannover sein Europa-Debüt. Das 2020 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf schwere batterieelektrische Lkw und verbindet die Fahrzeuge eng mit digitalen und automatisierten Fahrfunktionen. Für 2027 kündigte DeepWay einen speziell für Europa entwickelten schweren Lkw an, der nicht einfach aus dem chinesischen Programm übernommen, sondern auf europäische Vorschriften, Straßenbedingungen, Ladeinfrastruktur und Flottenanforderungen abgestimmt werden soll.
Dabei versteht das Unternehmen den Elektro-Lkw nur als ersten Schritt. Die Entwicklung reicht über Fahrerassistenz und vernetzte Flotten bis zu vollständig autonomen Transportfahrzeugen. DeepWay spricht langfristig von „Freight Robots“ und verfolgt eine klare Entwicklung in Richtung Level 4. Elektrifizierung und automatisiertes Fahren werden dabei von Anfang an gemeinsam gedacht.
Weitere Informationen findest du auf der Website von DeepWay.


Dongfeng
Dongfeng zählt zu den großen und traditionsreichen chinesischen Nutzfahrzeugherstellern. Auf der IAA 2026 trat der Konzern erstmals mit einem eigenen großen Auftritt auf und setzte dabei fast vollständig auf Wasserstoff.
Gezeigt wurden drei wasserstoffbetriebene Fahrzeuge für unterschiedliche Aufgaben – Fernverkehr, Rohstoff- und Massenguttransport sowie Kühl- und Verteilerverkehr. Gleichzeitig feierte ein selbst entwickeltes 400-kW-Brennstoffzellensystem Weltpremiere. Grundlage der Fahrzeuge ist die neue T1-Plattform, in der Brennstoffzelle, Wasserstoffspeicher, Batterie, Elektroantrieb, Steuerung und Thermomanagement als Gesamtsystem zusammengeführt werden.
Damit unterschied sich Dongfeng deutlich von vielen chinesischen Wettbewerbern, die in Hannover vor allem batterieelektrische Fahrzeuge präsentierten. Der Hersteller verfolgt weiterhin mehrere Antriebspfade und sieht insbesondere im schweren Fernverkehr sowie bei energieintensiven Transportaufgaben Einsatzmöglichkeiten für Wasserstoff.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Dongfeng.



Farizon
Farizon, die Nutzfahrzeugmarke des chinesischen Geely-Konzerns, gab 2026 ihr IAA-Debüt. Im Mittelpunkt stand der vollelektrische Homtruck, der erstmals in einer europäischen Ausrichtung gezeigt wurde. Farizon positioniert ihn für schwere Transportaufgaben und den Fernverkehr; einen verbindlichen europäischen Verkaufsstart hat das Unternehmen allerdings noch nicht genannt.
Mindestens ebenso interessant wie das Fahrzeug ist die bereits entstehende Infrastruktur. Farizon baut seine Präsenz in Europa systematisch aus, unter anderem mit Niederlassungen in Deutschland und Frankreich. In Gaggenau wurde zudem ein Ersatzteillager eingerichtet. Damit schafft Geely bereits Strukturen für Service und Versorgung, obwohl die schwere Homtruck-Baureihe noch nicht regulär auf dem europäischen Markt angeboten wird.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Farizon.

FAW Trucks
FAW Trucks verband in Hannover Vergangenheit und Zukunft besonders anschaulich. Der chinesische Hersteller brachte fünf komplette Fahrzeuge sowie neun zentrale Antriebs- und Technikmodule mit. Zu sehen waren unter anderem die neue CORTRON-CS-Baureihe für den europäischen Markt und der futuristische TL.X Concept Truck, der als Blick auf das Jahr 2036 gedacht ist.
Bei CORTRON verfolgt FAW eine breite Antriebsstrategie. Neben Dieselvarianten zeigte der Hersteller mit dem CS 925 eine batterieelektrische Sattelzugmaschine. Insgesamt nennt FAW für sein Programm Diesel, Erdgas, Hybrid, Batterie und Wasserstoff. Das Unternehmen will sich damit nicht auf eine einzige Technologie festlegen, sondern je nach Einsatz unterschiedliche Lösungen anbieten.
FAW gehört zu den großen klassischen chinesischen Lkw-Herstellern. Passend dazu stand am Messestand auch ein historischer Jiefang CA 10 von 1956 – das Fahrzeug, mit dem die industrielle Automobilproduktion der Volksrepublik China begann. Direkt daneben demonstrierten die neuen CORTRON-Modelle und der TL.X, wie weit sich die chinesische Nutzfahrzeugindustrie in 70 Jahren entwickelt hat.
Weitere Informationen findest du auf der Website von FAW Trucks.





Foton
Foton nutzte die IAA 2026 für die internationale Premiere des neuen CAVAN BEACON und zugleich für die Vorstellung einer umfassenderen Europa-Strategie. Der futuristisch gezeichnete schwere Lkw ist keine reine Studie, sondern Teil einer neuen modularen Plattform für Batterie- und Wasserstoffantriebe.
Für die batterieelektrische Version nennt Foton mehr als 600 Kilometer Reichweite und Ladeleistungen bis in den Megawattbereich. Daneben ist eine Brennstoffzellenvariante mit deutlich größerer Reichweite vorgesehen. CAVAN soll damit sowohl batterieelektrischen als auch wasserstoffbasierten Fernverkehr abdecken.
Foton ist in Europa bereits mit leichteren und mittelschweren Nutzfahrzeugen vertreten und baut die Infrastruktur weiter aus. Ein wichtiger Baustein ist das inzwischen eröffnete europäische Ersatzteilzentrum in Unna. Der Konzern betont, dass Europa nicht nur Exportmarkt sein soll, sondern lokale Vertriebs-, Service- und langfristig auch Produktionsstrukturen aufgebaut werden sollen.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Foton.




GAC / Pony.ai
GAC Commercial Vehicle und Pony.ai zeigten gemeinsam den T9 Robotruck. Das Fahrzeug basiert auf der batterieelektrischen T9-Schwer-Lkw-Plattform von GAC; Pony.ai liefert das autonome Fahrsystem der vierten Generation. Der 6×4-Lkw besitzt eine 402-kWh-Batterie, bietet 330 Kilometer angegebene Reichweite und ein Gesamtzuggewicht von 49 Tonnen.
Für Level 4 kommen 13 Kameras, neun LiDAR-Sensoren und drei Radare zum Einsatz. Vier Orin-X-Rechner stellen zusammen 1.016 TOPS Rechenleistung bereit.
Bemerkenswert ist, dass der T9 nicht lediglich als langfristige Studie präsentiert wurde. Pony.ai kündigte den Beginn der Serienproduktion noch für 2026 an. Vorgesehen sind zunächst Fernverkehr, feste Logistikrouten und Hafenverkehre – also Einsatzfelder, in denen Strecken und Betriebsabläufe vergleichsweise gut kontrollierbar sind.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Pony.ai.


JAC Motors
JAC war nach 2024 zum zweiten Mal auf der IAA Transportation vertreten. Der Hersteller zeigte vier Fahrzeuge, die ausdrücklich für den europäischen Markt entwickelt wurden. Für den Lkw-Bereich waren vor allem die batterieelektrischen N 42 EV und N 90 EV relevant; hinzu kamen der elektrische Transporter eSUNRAY PRO und der Plug-in-Hybrid-Pick-up T9 PHEV.
JAC fällt weniger durch spektakuläre Fernverkehrskonzepte auf als durch eine vergleichsweise bodenständige Ausrichtung auf leichte Verteilerfahrzeuge und bereits europäisch angepasste Produkte. Damit besetzt der Hersteller einen anderen Bereich als viele chinesische Anbieter, die sich in Hannover vor allem mit 40-Tonnen-Sattelzugmaschinen präsentierten.
Weitere Informationen findest du auf der Website von JAC Motors.


Maxus
Maxus wurde in Europa bislang hauptsächlich mit Transportern und Pick-ups verbunden. Auf der IAA 2026 weitete die zum chinesischen SAIC-Konzern gehörende Marke ihr Programm jedoch deutlich nach oben aus.
Mit dem eDELIVER 75 zeigte Maxus ein elektrisches Fahrgestell der 7,5-Tonnen-Klasse. Noch deutlich größer ist der neue eDELIVER 420 L: eine vollelektrische 42-Tonnen-Sattelzugmaschine für den schweren Fernverkehr. Sie basiert auf der modularen AILink-Architektur und besitzt eine 615-kWh-Batterie von CATL. Von 20 auf 80 Prozent soll sie in rund 25 Minuten geladen werden können. Eine verbindliche Reichweitenangabe nannte Maxus zur Messe noch nicht.
Damit betritt Maxus in Europa erstmals Gewichtsklassen, in denen die Marke bislang praktisch nicht wahrgenommen wurde. Ein ebenfalls ausgestellter Transporter bleibt unserem dritten Teil über leichte Nutzfahrzeuge vorbehalten.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Maxus.


RYGG
RYGG ist ein Sonderfall. Die Marke wurde speziell für den europäischen Markt geschaffen und gehört zum chinesischen Brennstoffzellenhersteller REFIRE. Der in Hannover gezeigte Nova F-L basiert auf dem Ford F-Max, kombiniert dessen Fahrerhaus und Grundfahrzeug aber mit einem chinesischen Brennstoffzellen-Antrieb.
Die 44-Tonnen-Sattelzugmaschine ist bereits für Europa typgenehmigt. RYGG führt Test- und Roadshow-Einsätze unter anderem in Deutschland und den Niederlanden durch. Weitere Varianten, darunter Lowliner- und ADR-Ausführungen, sind angekündigt.
Damit unterscheidet sich RYGG sowohl von klassischen chinesischen Export-Lkw als auch von europäischen Eigenentwicklungen: Ein türkisch-europäisches Basisfahrzeug wird mit chinesischer Wasserstofftechnik zu einem neuen europäischen Produkt kombiniert.
Weitere Informationen findest du auf der Website von RYGG.

SANY
SANY zeigte 2026, wie schnell sich ein einzelnes Messefahrzeug zu einem kompletten Marktauftritt entwickeln kann. Schon 2024 war ein elektrischer SANY-Betonmischer auf der IAA zu sehen, damals noch im Umfeld von Putzmeister und ETC Miettrucks. Zwei Jahre später trat SANY mit eigener eTruck-Marke und einem vollständigen europäischen Elektro-Lkw-Programm auf.
Fünf Modelle decken Bau, Logistik, Verteilerverkehr und kommunale Anwendungen ab: vom e435 8×4 für Betonmischer und Kipper über die e263 S 4×2-Sattelzugmaschine und die 6×2-Fahrgestelle e345/e360 bis zum e363 für Wechselbrücken- und schwerere Logistikeinsätze sowie dem e263 R für Post- und Paketverkehre. Der e363 besitzt eine 636-kWh-Batterie und soll bis zu 500 Kilometer Reichweite erreichen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei Putzmeister. Das deutsche Unternehmen gehört seit 2012 zu SANY und stellt für den europäischen Lkw-Vorstoß Entwicklungskompetenz sowie Vertriebs- und Serviceerfahrung bereit. Zusätzlich arbeitet SANY mit rund 650 Alltrucks-Werkstätten in Europa zusammen und bietet einen 24/7-Pannendienst.
SANY selbst ist längst kein kleiner Newcomer. Nach eigenen Angaben sind mehr als 50.000 elektrische SANY-Lkw in China im Einsatz. Der Schritt von einem einzelnen eMischer 2024 zu einem vollständigen europäischen Modellprogramm 2026 zeigt deutlich, welche Richtung der Hersteller eingeschlagen hat.
Weitere Informationen findest du auf der Website von SANY.





Shacmoto / Shacman
Shacmoto, international meist als Shacman bekannt, war bereits 2024 auf der IAA vertreten. Hinter der Marke steht die Shaanxi Automobile Group, einer der großen chinesischen Hersteller schwerer Lkw.
2026 waren die beiden batterieelektrischen Modelle H 6000 E und X 6000 E zu sehen. Gleichzeitig treibt Shacman sein gesamtes Schwer-Lkw-Programm weiter voran und baut die internationale Präsenz aus. Auch bei konventionellen Fahrzeugen positioniert sich die Marke inzwischen im oberen Leistungsbereich; im X 6000-Programm werden Motorleistungen bis 720 PS angeboten.
Der Auftritt zeigte damit nicht nur einzelne Elektrofahrzeuge, sondern einen Hersteller, der seine schweren Baureihen zunehmend auf internationale Märkte ausrichtet.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Shacman.


Sinotruk / Sitrak
Sinotruk gehört zu den bedeutendsten chinesischen Schwer-Lkw-Herstellern und war 2025 zum vierten Mal in Folge Marktführer im chinesischen Heavy-Duty-Segment. Auf der IAA trat der Konzern vor allem mit der Marke Sitrak auf.
Gezeigt wurden fünf Fahrzeuge sowie Antriebs-, Lade- und Energielösungen. Im Mittelpunkt stand eine neue batterieelektrische 4×2-Sattelzugmaschine mit 800-V-Technik und einem Batteriesystem der 600-kWh-Klasse. Sinotruk nennt bei 44 Tonnen Gesamtzuggewicht bis zu 500 Kilometer Reichweite. Der Hersteller versteht Elektrifizierung dabei nicht nur als Fahrzeugthema, sondern verbindet Lkw, Energieversorgung, Laden, Batteriewechsel und Flottenbetrieb zu einem Gesamtsystem.
Für Europa besonders interessant ist die Produktion in Österreich. Seit März 2026 lässt Sinotruk bei Steyr Automotive Diesel- und Elektro-Lkw montieren. Zunächst erfolgt die Fertigung im SKD-Verfahren; später ist eine stärkere lokale Wertschöpfung bis hin zu CKD-Montage, Kabinenfertigung und Lackierung vorgesehen.
Steyr Automotive fertigt am selben Standort auch Fahrzeuge für SuperPanther. Damit entwickelt sich Steyr zunehmend zu einer europäischen Produktionsbasis für chinesische Lkw-Projekte.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Sinotruk.





Skyworth
Skyworth Auto gab in Hannover sein IAA-Debüt und brachte fünf elektrifizierte Nutzfahrzeuge mit. Die Weltpremiere des Z9, einer schweren elektrischen 6×4-Sattelzugmaschine, bildete den Schwerpunkt. Das Fahrzeug wurde von Anfang an für autonomes Fahren nach Level 4 ausgelegt.
Der Z9 leistet 610 kW und besitzt eine 400-kWh-LFP-Batterie. Für die 360-Grad-Umfelderfassung kommen fünf LiDAR-Sensoren, fünf Millimeterwellenradare und zehn HD-Kameras zum Einsatz. Vorgesehen ist das Fahrzeug zunächst für klar definierte Einsatzbereiche wie Häfen, Stahlwerke, Rangierbahnhöfe und feste Logistikkorridore.
Darüber hinaus zeigte Skyworth das ebenfalls für Level 4 entwickelte Müllfahrzeug G 18, den autonomen Urban Elf Robobus sowie elektrische Transporter- und Fahrgestelllösungen. Der Hersteller beschreibt seine Entwicklung ausdrücklich als Wandel vom klassischen Fahrzeugbauer zu einem technologieorientierten Anbieter, der alternative Antriebe, KI, autonomes Fahren und kundenspezifische Fahrzeuge miteinander verbindet.
Weitere Informationen findest du auf der Website von Skyworth.


XCMG
XCMG ist vor allem als einer der großen chinesischen Baumaschinenhersteller bekannt, besitzt aber auch ein eigenes Nutzfahrzeugprogramm. Auf der IAA war ein vollelektrisches XCMG-Fahrgestell mit einem Betonmischer-Aufbau des polnischen Herstellers FML (Fabryka Maszyn Leżajsk) zu sehen. FML entwickelt und fertigt solche Aufbauten im eigenen Werk und kombiniert sie mit Fahrgestellen verschiedener Hersteller. Genau dieses XCMG-Fahrzeug haben wir fotografiert.
Das Fahrzeug stand allerdings nicht auf einem eindeutig als XCMG erkennbaren eigenen Messestand. Einen separaten XCMG-Auftritt konnten wir auf dem weitläufigen Messegelände nicht ausfindig machen. Sicher belegt ist damit die Präsenz eines XCMG-Lkw in Hannover; ob der Hersteller darüber hinaus mit einem eigenen Stand vertreten war, bleibt offen.
Weitere Informationen findest du auf der Website von XCMG.

Text und Fotos zu diesem Messe-Rückblick stammen von Steve St.Schmidt. Bei der Recherche, Strukturierung und Formulierung kam unterstützend generative KI zum Einsatz.





